+49 (0) 3946 - 528 05 67     +49 (0) 1525 - 217 54 34    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Pflegeleitbild

Wir fördern das selbstbestimmte Leben der Pflege- bedürftigen!

Unser Pflegeverständnis basiert auf der Einstellung „Selbstbestimmt Leben, durch Förderung und Erhalt der vorhandenen Fähigkeiten und Hilfe zur Selbsthilfe“.

Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch durch seine spezifische Biographie geprägt ist und daher individuelle Wünsche, Bedürfnisse und Potentiale hat, die bei der Festlegung der Pflegeziele berücksichtigt werden müssen.

Außerdem stehen die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen im Vordergrund.

Als häusliche Alten- und Krankenpflege ist es unser Anliegen, den Menschen mit seinen Einschränkungen, dass Verbleiben in seiner gewohnten häuslichen Umgebung so lang wie möglich zu ermöglichen.

Die aktive Einbeziehung der Pflegebedürftigen und auch der pflegenden Angehörigen in der täglichen Pflegegestaltung ist für uns grundlegend und selbstverständlich.

Unser oberstes Gebot ist es, den pflegebedürftigen Menschen und seine Bezugsperson mit Würde und Respekt zu behandeln.
Um eine zielorientierte Zusammenarbeit bemühen wir uns und bedienen uns dazu einer wertschätzenden Kommunikation.

Wir berufen uns auf das Pflegemodell nach Monika Krohwinkel, zu dem, in der Pflegeplanung und -gestaltung auch die individuelle Biographie des Menschen, berücksichtigt werden muss, da jeder Mensch seine Lebensaktivitäten auf individuelle Art und Weise ausübt.

Um sicherzustellen, dass die von uns durchgeführten Pflegemaßnahmen dem jüngsten anerkannten Stand der Pflegewissenschaft entsprechen, nehmen unsere qualifizierten Mitarbeiter regelmäßig an internen und externen Fortbildungen teil.

Außerdem führen wir regelmäßig Maßnahmen der internen Qualitätssicherung durch.

Pflegekonzept

nach "Monika Krohwinkel"

Monika Krohwinkel (geboren 1941 in Hamburg) ist eine deutsche Pflegewissenschaftlerin. Sie war von 1993 bis 1999 Professorin für Pflege an der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt.

Krohwinkel veröffentlichte erstmals 1984 ihr konzeptionelles Modell der Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens (AEDL). Das Modell wurde in einer 1991 abgeschlossenen Studie erprobt und weiterentwickelt. Diese Studie war die erste von einer Pflegenden durchgeführte wissenschaftliche Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit in Deutschland. Sie befasste sich mit dem ganzheitlich-rehabilitierenden Pflegeprozess am Beispiel von Apoplexiekranken.

Förderungsanlass war das damals neue Kranken-pflegegesetz von 1985, welches einen geplanten, systematischen und umfassenden Pflegeprozess im stationären Bereich forderte um die gesetzlichen Ausbildungsziele zu erreichen.

Krohwinkels Pflegemodell hat die Erhaltung bzw. die Entwicklung von Unabhängigkeit und Wohlbefinden des Menschen zum Ziel. Das Modell zeigt die Bedeutung fähigkeitsfördernder Prozesspflege auf, bei der die individuelle Lebensgeschichte und die Lebenssituation sowie die Förderung und Fähigkeit des Menschen im Zentrum stehen. Dieses Pflegeverständnis entspricht auch dem unsrigen, in dem gezielt Fähigkeiten, Ressourcen, Gewohnheiten und Wünsche der Klienten in dem Pflege- und Betreuungsprozess mit eingebunden werden.

Die Grundlagen für Krohwinkels Pflegemodell beschreiben 4 Schlüsselkonzepte:
  • Mensch
  • Umgebung
  • Gesundheit und Krankheit
  • Pflege
Der Mensch
Der "Mensch" steht sowohl für die Person des Klienten als auch für die Peron des Pflegenden.

Der Mensch hat die Fähigkeit zu Entwicklung, zu Wachstum und zu Selbstverwirklichung.

Bedeutung für das pflegerische Handeln:

Der Klient mit seinen individuellen Bedürfnissen steht im Mittelpunkt pflegerischer Ent-scheidungen. Er wird in diese mit einbezogen, ggf. durch Interessenvertreter wie Angehörige etc.

Der Pflegende hat das Recht und die Pflicht zur Selbstpflege um seinen Pflegeauftrag gerecht zu werden.

Umgebung
Mensch und Umgebung sind offene, wechselseitig beeinflussbare Systeme. Die Umgebung ist wesentlicher Beschäftigungsfaktor für Leben, Gesundheit und Wohlbefinden. Bedeutung für unser pflegerisches Handeln: Die Umgebung prägt den Menschen und der Mensch prägt die Umgebung. Umgebung kann Sicherheit, Geborgenheit, Stimulation und Wertschätzung vermitteln. Pflegende bzw. Angehörige anderer Berufsgruppen, Ehrenamtliche und Angehörige schaffen ein Milieu, das dem Wohlbefinden unserer Klienten Rechnung trägt, d.h. wie erfragen spezifische Bedürfnisse.

Gesundheit und Krankheit
Nach Krohwinkel sind Gesundheit und Krankheit "dynamische Prozesse", die sich den Pflegenden als Fähigkeiten (Ressourcen) und als Defizite (Probleme) zeigen. Wohlbefinden und Unabhängigkeit sind nach Krohwinkel subjektiv empfundene Teile der Gesundheit.

Bedeutung für unser pflegerisches Handeln:
Pflegende nehmen den Klienten mit seinen individuellen Fähigkeiten und Defiziten wahr und planen darauf aufbauend, pflegerisches Handeln. Klienten und Angehörige werden in Ent-scheidungen mit einbezogen.

Pflege
Krohwinkels Pflegeverständnis stellt den Menschen mit seiner Einzigartigkeit in den Mittelpunkt. Der Pflegende hat die Aufgabe, den Menschen in seinem Streben und in seiner Unabhängigkeit zu fördern. Dabei spielt absolute Wertschätzung und Respekt gegenüber den Wünschen und Gewohnheiten eine bedeutende Rolle.

Fördernde Prozesspflege in der Anwendung auf den Pflegeprozess hat somit das Ziel, den betroffenen Menschen zu ermutigen, seine Fähigkeiten zu erhalten und wieder zu entdecken. Diese Fähigkeiten helfen, Bedürfnisse in den Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens allein oder mit Unterstützung zu realisieren und mit auftretenden Problemen umzugehen und sich dabei zu entwickeln.

Bedürfnismodell der Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des Lebens:
Wir halten uns an das bedürfnisorientierte Pflegemodell nach Krohwinkel mit ihren 13 AEDL (Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des täglichen Lebens).

Krohwinkels Modell der Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des Lebens zählt zu den so genannten Bedürfnismodellen.

Die Bedürfnisse/Gewohnheiten, Fähigkeiten/ Ressourcen und die Probleme, Ursachen und Symptome werden folgende 13 Bereiche gegliedert: 12 Aktivitäten des Lebens und zusätzlich die existenziellen Erfahrungen des Lebens in drei Bereiche untergliedert.

Beschreibung der einzelnen Bereiche des Pflegemodells (AEDL):
Kommunizieren
Man fördert die Beziehung und unterstützt die Kommunikation. Die Bewussteseinslage, die Orientierung in Bezug auf die Personen, Zeit und Raum, das Erinnerungs- und Konzen-trationsvermögen gehören laut Krohwinkel ebenso dazu, wie die Fähigkeit, sich mündlich und schriftlich mitzuteilen. Auch Mimik und Gestik, Ausdruck von Gefühlen und das Wahr-nehmungsvermögen in Bezug auf das Hören, Sehen und Gesichtsfeld, Lesen usw. fallen in den Bereich des Kommunizierens, weiterhin das Verstehen und Erkennen verbaler und schriftlicher Informationen. Desgleichen wird die Fähigkeit, Wärme und Kälte zu empfinden und Schmerz auszudrücken, nach Krohwinkel hier eingeordnet. Außerdem müssen die Pflegenden bei diesem Aufgabenbereich überlegen welche Hilfsmittel sie zur Unterstützung des Klienten benötigen.
Sich bewegen
Wir geben Hilfe und Unterstützung zu der allgemeinen Beweglichkeit, z.B. beim Gehen, Sitzen, beim Aufstehen und beim Lagewechsel. Es gilt der Grundsatz der aktivierenden Pflege. Klienten, die nur zeitweise das Bett verlassen können, werden dazu angeregt, auch nur für kurze Zeit aufzustehen. Wir achten darauf, dass sich keiner selbst- oder fremdgefährdet. Durch prophylaktische Maßnahmen beugen wir Dekubitus, Kontrakturen, Pneumonie, Obstipation vor. Wir setzen Rollstuhl, Gehhilfen sinnvoll ein.

Vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten
Wir fördern die Atemtätigkeit, Kreislauf und Wärmeregulation. Wir achten auf Atemverhalten, Husten, Atemstörungen in Infekte. Bei Auffälligkeiten oder Veränderungen werden RR, Puls und Temperatur kontrolliert. Alle Beobachtungen werden dokumentiert, in die Pflegeplanung einbezogen und die entsprechenden Pflegemaßnahmen durchgeführt.

Sich pflegen
Wir geben Unterstützung beim Waschen, Duschen, Baden, bei der Mundpflege, beim Rasieren und Frisieren. Individuelle Körperpflege wird unterstützt und gefördert. Dabei achten wir auf den Zustand der Haut. Die allgemeine Pflege soll so selbständig wie möglich durchgeführt werden. Besondere Beobachtungen schenken wir Hautschäden (Rötung, Blasenbildungen, Allergien, Infektionen). Entsprechende Maßnahmen erfolgen nach den jeweils festgelegten Standards. Die Intimpflege erfolgt unter Berücksichtigung des Schamgefühls.

Essen und trinken
Wir achten auf die individuellen Bedürfnisse und Gewohnheiten des Klienten. Wir achten auf auseichende Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme. Hilfsmittel (Zahnprothese, Sondenzubehör, Hilfsmittel für den Haushalt) setzen wir gezielt ein. Wir achten auf die Mundpflege, saubere Kleidung und Hände.

Ausscheiden
Wir achten darauf und fördern die Kontinenz durch gezieltes Kontinenztraining. Bei individuellen Inkontinenzproblemen werden Pflegehilfsmittel gegeben. Bei der Urin-ausscheidung werden Menge, Geruch, Farbe, Harnverhalten und Anzeichen von Harnwegs-infektionen neben der Frage der Inkontinenz beobachtet. Bei der Stuhlausscheidung beobachten wir Menge, Häufigkeit sowie Obstipation oder Diarrhö. Alle Beobachtungen werden dokumentiert, in die Pflegeplanung einbezogen und die entsprechenden Pflegemaßnahmen durchgeführt.

Sich kleiden
Wir unterstützenden den Klienten beim An- und Auskleiden. Die persönliche Kleiderordnung wird berücksichtigt.

Ruhen und schlafen
Wir unterstützen die individuellen Schlaf- und Ruhebedürfnisse. Der Tagesablauf wird so konstruiert, dass ein normaler Wach- und Schlafrhythmus gewährleistet wird. Wir beobachten und dokumentieren Störungen des Wach- und Schlafrhythmus, beziehen dies in die Pflege-planung mit ein und die entsprechenden Pflegemaßnahmen werden durchgeführt. Medikamente werden nur nach ärztlicher Anordnung verabreicht.

Sich beschäftigen
Um diesen Lebensbereich sinnvoll zu gestalten, bieten wir verschiedene Betreuungsleistungen an. Grundsätzlich gilt, dass wir unsere Klienten nicht nur beschäftigen wollen, sondern jeder Einzelne selbst bestimmend eine Aufgabe findet, die Sinn für ihn macht.

Sich als Mann oder Frau fühlen und verhalten
Wir achten darauf, dass Klienten ungestört ihre Sexualität (Zärtlichkeit, Berührungen, Zuneigung) leben können. Wir achten darauf, dass das Schamgefühl beachtet wird, z.B. beim Baden und Waschen. Ebenso berücksichtigen wir, wenn sich ein Klient oder eine Klientin nicht von einem Pfleger oder Schwester waschen lassen möchte oder umgekehrt. Wir unterstützen Partnerschaften und lassen zu, das Klienten in Bild und Schrift Medien benutzen.

Für eine sichere und förderliche Umgebung sorgen
Wir achten darauf, dass die Klienten keinen Risiken ausgesetzt sind. Wir setzen Hilfsmittel zur Unterstützung der Sicherheit ein und fördern und unterstützen die Beweglichkeit (laufen, aufstehen aus dem Bett, lagern), damit kein Dekubitus, keine Pneumonie und keine Kontrakturen entstehen können. Wir achten darauf, dass ärztliche Verordnungen folgerichtig durchgeführt und verabreicht werden.

Soziale Bereiche des Lebens sichern
Kontakte zu Angehörigen, Freunden und Bekannten werden von uns unterstützt, wenn der Klient dies wünscht. Gleichzeitig aber respektieren wir aber, wenn sich jemand zurückziehen möchte.

Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen
Wir unterstützen unsere Klienten in schwierigen Situationen, wenn es um schwere Entscheidungen, Angst, Verlust, Krankheit, Sterben und Erlebnisse geht. Grundlage dafür ist die Biografie des Klienten. Wie unterstützen die noch vorhandenen Fähigkeiten, Hobbys, Kenntnisse ebenso wie lieb gewonnene wichtige Rituale

Betreuungskonzept

Qualitätsgesicherte Betreuungsleistungen nach § 45 b SGB XI

Pflegebedürftige mit demenzbedingten Fähigkeits-störungen oder „Menschen mit allgemeinen erheblichen Betreuungsbedarf“ können diese zusätzlichen Betreuungsleistungen erhalten.

Hier muss ein Antrag auf Betreuungsleistungen bei der jeweiligen Pflegekasse erfolgen. Der Medizinische Dienst Ihrer Krankenkasse prüft auf Ihren Antrag, ob die pflegebedürftige Person in ihrer Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt ist. Zur Beantragung reicht ein formloser Antrag.

Diese Leistungen werden nicht wie das Pflegegeld bar ausgezahlt, sondern nur gegen Rechnung für Betreuungsleistungen erstattet.

Zielsetzung:
Ziel ist es, den Klienten in seiner Häuslichkeit und gewohnten Umgebung zu belassen, ihn anzuleiten und zu betreuen, ihm Sicherheit zu vermitteln und den Angehörigen zu entlasten.Wir möchten durch zusätzliche Betreuungsleistungen individuelle Fähigkeiten, Kompetenzen, Kommunikation und Orientierung fördern, Selbstwertgefühl vermitteln und die soziale Integration fördern. Dies bedeutet für die Angehörigen stundenweise Entlastung. Wir bieten Ihnen soziale Unterstützung und Einbindung sowie die Weitergabe von Informationen zum Krankheitsbild.

Umsetzung:
Unser Pflegedienst bietet nach Absprache zusätzliche Betreuungsleistungen an. Wir besuchen Sie an festgelegten Tagen, die Häufigkeit richtet sich nach Ihrer Betreuungsstufe. Hierbei belaufen sich die Kosten auf 20 Euro/ Stunde.

Die Betreuungsangebote werden in einer schriftlichen Vereinbarung (Pflegevertrag) festgehalten. Die Leistungen werden separat dokumentiert und Ihnen in Rechnung gestellt. Es besteht die Möglichkeit der Abtretungserklärung , in diesem Fall stellen wir unsere Leistungen der Pflegekasse in Rechnung.
Unsere Betreuungsleistungen:
1. Training von Alltagsabläufen (von früher vertraute Tätigkeiten)
  • ständige Anleitung des Tagesablaufs
  • Kleidungswünsche erfragen
  • kleine Mahlzeiten gemeinsam zubereiten
  • gemeinsam bügeln, Wäsche zusammenlegen
  • für die Herren, das Hantieren mit altem Werkzeugen
  • frühere Hobbys gemeinsam ausführen
  • Spaziergang durch gewohnte Umgebung oder Lieblingsplätze
2. Begleitung beim Einkauf
3. Gemeinsam Kochen und Backen
4. aktuelle Tageszeitung lesen oder Vorlesen
5. vertraute Lieder singen
6. Spiele

  • Brettspiele
  • Kartenspiele
  • Rätsel
  • Handarbeit
  • Stricken
  • Häkeln
7. Basteln
  • Dekorieren
  • Schmücken
8. Blumenpflege
  • gießen
  • einpflanzen, umtopfen
9. Erinnerungsarbeit
  • mit alten Fotos arbeiten zu denen der Klient einen biographischen Bezug hat
  • Gespräche
10. Grabpflege
  • den Klienten zum Friedhof begleiten und gemeinsam das Grab pflegen
Unsere Betreuungsangebote richten sich nach den Wünschen und Bedürfnissen unserer Klienten.

ANSCHRIFT


Häusliche Alten- und Krankenpflege
Inh. Nadine Sprenger - Henschel
Thekendorfer Weg 4
06484 Ditfurt


KONTAKT


Telefon: 03946 - 5 28 05 67
Telefax: 03946 - 5 28 05 68

E-Mail: info@pflegedienst-ditfurt.de
Web: www.pflegedienst-ditfurt.de


NOTFALLNUMMER


+49 (0) 1525 - 217 54 34

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok